In 14 Tagen

Stefan Zweig oder: Eine Reise zur Morgenröte nach der langen Nacht - wenigstens die Welt hat seine Bedeutung längst erkannt -

Auf einen Blick

Eine Nacht im Februar 1942: „Aus freiem Willen und mit klaren Sinnen“, wie es im Abschiedsbrief heißt, nimmt sich Stefan Zweig mit seiner Frau Lotte das Leben. Neun Jahre als Exilant, zuerst in England, zuletzt in Brasilien, liegen hinter ihm, seit die Nationalsozialisten auch seine Bücher verbrannten. Er wird als Jude verfolgt und sein einfühlsam-psychologisches Erzählen als ‚entartet‘ diffamiert. Wenigstens die Welt hat seine Bedeutung längst erkannt. Und nun? So viele Geheimnisse und Abgründe des Lebens hat er literarisch in Szene gesetzt, doch zu seinem eigenen Leben fehlt ihm fern der Heimat zunehmend die Kraft. Nicht, dass er es als Autor nicht mehr wissen will, neben der atemberaubenden Schachnovelle gelingt ihm noch ein melancholischer Blick zurück (Die Welt von Gestern. Erinnerungen eines Europäers) und ein hoffnungsvoller Blick nach vorn (Brasilien. Ein Land der Zukunft). Dann aber geht es nicht mehr: „Ich grüsse alle meine Freunde! Mögen sie die Morgenröte noch sehen nach der langen Nacht! Ich, allzu Ungeduldiger, gehe ihnen voraus.“

Referent: Jonas Meuer, M.A.

Lesung: Landestheater Coburg

Termine im Überblick

Was möchten Sie als nächstes tun?

Sie benutzen offenbar den Internet Explorer von Microsoft als Webbrowser, um sich unsere Internetseite anzusehen.

Aus Gründen der Funktionalität und Sicherheit empfehlen wir dringend, einen aktuellen Webbrowser wie Firefox, Chrome, Safari, Opera oder Edge zu nutzen. Der Internet Explorer zeigt nicht alle Inhalte unserer Internetseite korrekt an und bietet nicht alle ihre Funktionen.