Das Heimatmuseum Grub am Forst befindet sich im Reichenbachhaus, welches im Jahre 1801 vom Schneidermeister Johann Reichenbach als Tropfhaus gebaut wurde. Es veranschaulicht das Leben der Menschen auf dem Lande.
Das Heimatmuseum im Reichenbach-Haus – Ein lebendiger Blick in vergangene Zeiten
Das Heimatmuseum von Grub am Forst befindet sich im historischen Reichenbach-Haus, einem original erhaltenen Fachwerkhaus, das im Jahr 1801 vom Schneidermeister Johann Reichenbach als sogenanntes Tropfhaus erbaut wurde. Diese Bezeichnung beschreibt kleine Wohnhäuser, bei denen das Grundstück genau dort endete, wo das Regenwasser vom Dach herabtropfte – typisch für einfache bäuerliche Wohnverhältnisse jener Zeit.
Nachdem das Gebäude nach dem Tod des letzten Bewohners dem Verfall preisgegeben war, gründeten engagierte Bürger 1997 den Förderverein Heimatpflege Grub am Forst e. V., erwarben das Haus und führten umfangreiche Sanierungs- und Renovierungsarbeiten durch. 2001 wurde das Reichenbach-Haus nach Abschluss der Instandsetzung feierlich eröffnet und seit 2002 dient es als Heimatmuseum. Für dieses Engagement erhielt der Verein Auszeichnungen wie die für “vorbildliche Heimatpflege” und die „Eiserne Rose“.
Im Museum kann man heute hautnah erleben, wie das Leben und Arbeiten der einfachen Landbevölkerung in Grub früher aussah. Die Räume sind weitgehend im historischen Zustand erhalten und liebevoll mit Alltagsgegenständen, Möbeln und Werkzeugen ausgestattet.
Highlights im Innenbereich:
Die „Gute Stube“ präsentiert eine Wohnwelt mit altem Kachelofen, Möbeln und Familien-Erinnerungsstücken.
Die Küche zeigt traditionelle Koch- und Haushaltstechnik mit Feuerstelle und historischen Utensilien.
Der Stall erinnert an die kleinbäuerlichen Tätigkeiten der Bewohner.
Das Weberzimmer im Obergeschoss widmet sich einer früher in Grub verbreiteten Handwerkskunst: der Leinenweberei, inklusive funktionsfähigem Handwebstuhl.
Weitere Kammern bieten wechselnde Sonderausstellungen und zeigen alte Trachten, Alltagsgegenstände, Archivmaterialien und historische Wohn- und Schlafräume.
Besonders eindrucksvoll ist das unveränderte Plumpsklo, das jüngeren Besucherinnen und Besuchern die früheren hygienischen Bedingungen veranschaulicht.
Der Dachboden dient als begehbares Depot für weitere Exponate und gibt Einblicke in frühere Lager- und Bauweisen.
Das Museum bietet außerdem digitale und multimediale Elemente, z. B. einen Medienraum mit Infos zur Vereinsgeschichte, Museumssammlungen und einem virtuellen Rundgang.