© Andreas Weigelt | Tourismusregion Coburg.Rennsteig

Weihnachtsland am Rennsteig

Entdecken Sie alle begehbaren Lichtfiguren zwischen dem Rennsteig und Sonneberg.

Willkommen im Weihnachtsland am Rennsteig®

Hier treffen Tradition und Lichtkunst aufeinander. Entlang einer rund 16,5 km langen Route erzählen sieben begehbare Lichtskulpturen die Geschichten regionaler Weihnachtsbräuche – von der Erfindung der Christbaumkugel in Lauscha bis zum weltweiten Siegeszug des Spielzeugs aus Sonneberg. Jede Station ist multimedial inszeniert, mit Audioguides ausgestattet und erhellt nicht nur die Orte, sondern auch ihre Geschichte. Die Figuren laden ganzjährig dazu ein, die kulturellen Wurzeln Thüringens neu zu entdecken – stimmungsvoll, informativ und familienfreundlich. Das Projekt Weihnachtsland am Rennsteig ® wurde vom Regionalverbund Thüringer Wald initiiert und koordiniert.

Auf dieser Seite finden Sie einen Link zum Audioguide sowie alle Lichtfiguren mit der zugehörigen Geschichte.

Glas in der Schwebe

Neuhaus am Rennweg

Lichtfigur Neuhaus am Rennweg© Andreas Weigelt | Tourismusregion Coburg.Rennsteig

Im Neuhäuser Kreisel schwebt die Masterkugel – ein beeindruckendes Symbol für die Glasbläserkunst des Thüringer Waldes. Ihre runde Form steht sinnbildlich für das traditionelle Thüringer Glasbläserhandwerk. Pinsel und Spatel, klassische Werkzeuge des Handwerks, verweisen auf die kunstvolle Veredelung, insbesondere im Porzellan- und Spielzeugbereich. Der Fröbelstern erinnert an eine weihnachtliche Idee, die einst Friedrich Fröbel aus dem Nachbarort Oberweisbach hatte. Umgeben ist die Kugel von stilisierten Tannensilhouetten, die effektvoll durch Bodenstrahler in Szene gesetzt werden.

Standort: B281 (Verkehrskreisel, Ortseingang aus Richtung Lichte/ Katzhütte/ Oberweisbach kommend) 

Vielfalt des Christbaumschmucks

Neuhaus am Rennweg OT Limbach

Lichtfigur Limbach© Andreas Weigelt | Tourismusregion Coburg.Rennsteig

Neben den klassischen Kugeln gehörten früher auch Formen wie Nüsse und Zapfen zum typischen Christbaumschmuck. Heute umfasst das Sortiment über 5.000 verschiedene Modelle. Diese beeindruckende Vielfalt an Formen ist in der Silhouette einer Pyramide zu entdecken, wo auch die Masterkugel ihren Platz hat. Vielleicht entdecken Sie am Himmel der Pyramide sogar eine Weihnachtsgurke. Die Weihnachtsgurke ist eine ungewöhnliche Weihnachtstradition, die besonders in Nordamerika ansässig ist und bei der eine gläserne Gurke im Weihnachtsbaum versteckt wird – wer sie zuerst findet, erhält ein zusätzliches Geschenk oder darf als Erster die Geschenke öffnen.

Standort: B281 Limbach, Kreuzung Scheibener Straße

Der Ursprung der Christbaumkugel

Lauscha

begehbare Glaskugel Lauscha© Andreas Weigelt | Tourismusregion Coburg.Rennsteig

Im idyllischen Ort Lauscha, nahm die Tradition des gläsernen Christbaumschmucks im 19. Jahrhundert ihren Anfang. Hier fertigten Glasbläser einst die ersten gläsernen Weihnachtskugeln – eine Innovation, die weltweit Verbreitung fand und Lauscha zur Wiege des Christbaumschmucks machte.

Ein Pavillon in Form einer übergroßen Christbaumkugel erinnert eindrucksvoll an diese traditionsreiche Geschichte und das meisterhafte Glashandwerk der Region. Die Skulptur ist barrierefrei über eine sanft ansteigende Rampe zugänglich und wird in den Abendstunden stimmungsvoll durch Bodenstrahler in Szene gesetzt.

Eine Informationstafel direkt am Pavillon liefert spannende Einblicke in die Entwicklung der Glasbläserkunst in Lauscha und wird durch einen Audioguide ergänzt. Besucher erfahren hier unter anderem, dass bereits seit 1597 Glas in Lauscha hergestellt wird – damit blickt der Ort auf über 400 Jahre Glasgeschichte zurück. Für alle, die noch tiefer in diese faszinierende Welt eintauchen möchten, ist ein Besuch im Museum für Glaskunst Lauscha sehr zu empfehlen. Das Museum bietet eine beeindruckende Sammlung historischer und zeitgenössischer Glaskunstwerke, zeigt die Entwicklung der Glasherstellung in der Region und lässt Besucher die Handwerkskunst hautnah erleben.

Standort: Bahnhofstr. 2, Lauscha

Die Christbaumkugel aus Papier

Steinach

Lichtfigur in Steinach© Andreas Weigelt | Tourismusregion Coburg.Rennsteig

Am Bahnhof in Steinach zieht eine eindrucksvolle Lochkugel aus Metall die Blicke auf sich. Sie erinnert an die traditionsreiche Marolin-Masse – ein spezielles Material, das seit über 100 Jahren für die Herstellung kunstvoller Weihnachts- und Osterfiguren verwendet wird. Die Masse, eine Kombination aus Papier, Leim und natürlichem Kaolin, wurde 1900 von Richard Mahr entwickelt und verhalf der Marke Marolin® zu internationalem Ruhm. Noch heute werden in Steinach in liebevoller Handarbeit detailreiche Krippenfiguren, Engel, Tiere und andere Festtagsmotive aus dieser Masse gefertigt.

Im Inneren der riesigen Metallkugel schwebt die Masterkugel, umgeben von farbenfroh bemalten Edelstahlkugeln, die den kreativen Geist und die Vielfalt der regionalen Handwerkskunst widerspiegeln. Die Installation verbindet auf moderne Weise Tradition und Innovation und würdigt die Bedeutung von Marolin für die Kultur- und Handwerksgeschichte der Region.

Standort: am Bahnhof Steinach in der Ortsmitte

Der Schlitten des Weihnachtsmannes

Sonneberg OT Mürschnitz

Lichtfigur Rentier mit Weihnachtsmannschlitten© Andreas Weigelt | Tourismusregion Coburg.Rennsteig

Auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 sorgte der Auftritt des Weihnachtsmanns für große Aufmerksamkeit – und verhalf der Spielwarenstadt Sonneberg zur höchsten Auszeichnung: dem Grand Prix der Weltausstellung. Sonneberg, das damals als „Weltspielwarenstadt“ galt, präsentierte auf der Ausstellung nicht nur kunstvolle Puppen und Spielzeuge, sondern auch die berühmte Thüringer Kirmes, eine aufwendig gestaltete Miniatur-Kirmesszenerie, die noch heute im Deutschen Spielzeugmuseum zu sehen ist. Diese fantasievolle Inszenierung des Weihnachtsmanns und die lebendige Darstellung regionaler Volksfeste begeisterten das internationale Publikum und festigten den Ruf der Region als Zentrum der Spielzeugherstellung.

An dieses Ereginis erinnert heute ein stilisiertes Rentier aus Stahl. Es zieht die Silhouette eines Nikolaus-Schlittens in den Himmel – eine Hommage an die kreative Kraft, die Sonneberg einst weltberühmt machte. Die moderne Skulptur verbindet kunstvoll Vergangenheit und Gegenwart und würdigt die Rolle der Region bei der Entstehung des Weihnachtsbrauchtums.

Standort: B89, Ortseingang aus Richtung Frankenblick kommend

Die Werkstatt des Weihnachtsmannes

Sonneberg OT Köppelsdorf

Lichtfigur Sonneberger Reiterlein© Andreas Weigelt | Tourismusregion Coburg.Rennsteig

Auf dem Kreisel in Köppelsdorf erinnert ein stilisierter Stahlring an das berühmte Sonneberger Reiterlein – eines der bekanntesten Spielzeuge, das die lange Tradition der Spielzeugherstellung in Sonneberg symbolisiert. Das Reiterlein, ein liebevoll gefertigtes Holzspielzeug mit langer Geschichte, wurde über Generationen hinweg in den Werkstätten der Region hergestellt und steht bis heute für die hohe Qualität und Kreativität der Sonneberger Spielzeugmacher. Ursprünglich diente es als erschwingliches, robustes Kinderspielzeug und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem beliebten Sammlerstück und Identifikationssymbol der Spielzeugstadt.

Der Ring steht sinnbildlich für die Werkstatt des Weihnachtsmannes – als Ort der Fantasie, des Handwerks und der weihnachtlichen Vorfreude. Über allem schwebt die Masterkugel, die als zentrales Gestaltungselement die traditionsreiche Handwerkskunst des Thüringer Waldes verkörpert und das Ensemble stilvoll ergänzt.

Standort: Köppelsdorfer Kreisel

Die Reise nach Amerika

Sonneberg

Lichtfigur Globus vor Sonneberger Bahnhof© Andreas Weigelt | Tourismusregion Coburg.Rennsteig

Ein imposanter, 1,8 Meter großer Globus steht sinnbildlich für den weltweiten Siegeszug des Lauschaer Christbaumschmucks. Um das Jahr 1880 wurde der US-amerikanische Kaufhausgründer Frank Winfield Woolworth auf die kunstvoll gefertigten Glasornamente aus dem Thüringer Wald aufmerksam. Fasziniert von ihrer filigranen Schönheit und handwerklichen Qualität begann er, die gläsernen Schmuckstücke in seinen Warenhäusern in den USA zu verkaufen – zunächst zögerlich, dann mit überwältigendem Erfolg.

Der Export lief über Sonneberg, das damals als internationale Drehscheibe des Spielwaren- und Dekorationshandels fungierte. Von hier aus fanden die Christbaumkugeln aus Lauscha ihren Weg in die ganze Welt – und prägten dauerhaft die weihnachtliche Dekorationskultur.

Der Globus erinnert nicht nur an diese bedeutende wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch an die Innovationskraft der Thüringer Glasbläser, deren Erfindung einen festen Platz in der internationalen Weihnachtstradition gefunden hat. Bis heute gilt Lauscha als Ursprungsort des gläsernen Christbaumschmucks – ein Erbe, das weltweit geschätzt wird.

Standort: vor dem Hauptbahnhof Sonneberg, gegenüber Bahnhofsplatz

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